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Staatsmeisterschaft 2020 am Wolfgangsee

ÖSTM Finn 2020 Wolfgangsee – what happened?

Die Auswirkungen von Corona werden uns täglich in den Medien präsentiert – bis auf eine: die Unterpersenningallergie. Dass sie grassiert belegen folgende Beobachtungen:

• Der mit Finns volle UYCWg bleibt zum Rofipokal voll – weil keiner an den Attersee fährt. Dass keiner vorher am Kap Hoorn war verstehe ich ja. Aber die Angst vor dem Scheitern war ja zumindest heuer unbegründet.
• Der UYCNs bleibt ganzjährig finnleer, weil wir uns das Niedrigwasser schön … äääh schiachreden.
• Der mit Finns volle Steg des WYC bleibt zur Staatsmeisterschaft am Wolfgangsee voll – weil auch keiner an den Wolfgangsee fährt (sorry: einer – der Präsident).

Trotzdem gelingt dem UYCWg eine tolle Veranstaltung mit immerhin 34 Teilnehmern (Anfang Oktober!!) aus 3 Ländern. Echt super!

Die Bedingungen waren auf Neudeutsch: geil! An den ersten eineinhalb Tagen Südwestostwind mit 0,5 bis reichlich Knoten. Die Flügelstürmer wurden manchmal belohnt und oft bestraft. Die Buchhalter (Mitte) waren meist gut dabei, zumindest nicht völlig weg.
……und dann: der Samstag Nachmittag. „Die Wettervorhersage (54 kn) stimmt eh nicht, weil gestern hat sie ja auch nicht gestimmt“. Eine Wasserhose beendet dann weitere Startversuche und es ist der Klasse der Segler, ihrem Teamgeist und einem umsichtigen Helferteam zu verdanken, dass nix passiert ist – eigentlich ein Wunder. Ob es 54 kn oder doch nur 45 kn waren bleibt der Diskussion am Seglerstammtisch überlassen - lügen tun ja ohnehin nur die Fischer! Übrigens: am Sonntag dann 3 Wettfahrten bei Brunnwinderl im oberen Seeteil (hab ich noch nie gemacht) die Klasse hatten.

Dass er segeln kann, hatte sich ja schon herumgesprochen. An diesem Wochenende war Luggi aber wirklich unbeatable. Souverän und relativ konservativ führte er den Rest des Feldes vor. Shampoo! – wie der Franzose sagt! Rauschi, Vati und der Rest des Feldes konnten sich nur zerknirscht unterordnen.

Was das Wettfahrtleitungsteam um Rudi Mayr abgeliefert hat war auch Klasse! Ich komme ja ein bisserl herum, aber so aus einem Guss wir hier beim UYCWg erlebt man die Sache selten. Ebenfalls: Shampoo – zu euch fährt man gerne auf eine Regatta.

Euer Vizemeisterstellvertreter - Vati

Gesamtergebnis:
http://www.uyc-wolfgangsee.at/images/news2020/ergebnis_finn_oestm2020.pdf

Corona Saison Auftakt in Neusiedl


Thomas Müller-Uri gewinnt kleinen aber feinen Corona-Saisonauftakt in Neusiedl

Nach monatelanger Zwangspause gelang dem UYCNs ein fescher Regattastart in das Jahr in dem alles anders ist. Auf Initiative von Martin Lehner und den Neusiedler Clubchefinnen kamen 15 Finns, 12 O-Jollen und ca. 60 Laser um endlich wieder zu regattieren, jetzt wo es gerade wieder auf den Singlehandern erlaubt war.
Tag eins war als Urlaubstag durchaus angenehm, da sommerlich warm und äußerst windschwach. Nach längerer Wartezeit an Land gab es eine spätnachmittagliche Anwesenheitskontrolle an der Startlinie (O-Ton Hartwig Gfreiner). Nach 3 Fehlversuchen hat man‘s bleiben lassen und man kehrt zum ‘Abendprogramm mit Abstand‘ auf die Clubterasse zurück, wo dann eine schöne Abendbrise wehte. Erwähnenswert vielleicht die meteorologische und kulinarische Weitsicht von vier UYCWg Finnseglern: Sie glaubten nicht an segelbare Bedingungen und verbrachten den Nachmittag vorzugsweise in der gepflegten Gastronomie der umliegenden Ortschaften.
An Tag 2 dann das volle Programm: Sonne und richtig Wind: Laut souverän agierender Wettfahrtleitern Angelika Stark waren es rund 22 Knoten, in den Böen auch etwas mehr. Die ZAMG Website zeigt da Spitzen bis zu 30 Knoten für Neusiedl. Für manche ging die Sicherheit vor, andere wollten’s wissen und begaben sich zur Startlinie. In der ersten Wettfahrt überraschten Thomas Müller-Uri und Clemens Holzapfel mit einer über rechts angelegten Startkreuz den Rest des Feldes und waren an der Luvtonne weit vorne. Im Lauf des Rennens konnte dann der Autor die Führung übernehmen und er war sich auch eines Wettfahrtsiegs bis 300 m vor dem Ziel ziemlich sicher. Eine Kenterung und ein paar weitere Unannehmlichkeiten später fand man sich auf Platz 6 wieder und Thomas Müller-Uri fuhr einen schönen Wettfahrtsieg vor Sigmund Kantor aus Ungarn und Tom Thaller ein.
Was für die Alpinen der Zielhang auf der Streif ist, ist für den Finnsegler eine Annäherung an die Leetonne bei Nordwest am Neusiedlersee. Aus irgendeinem Grund gibt es genau dort die schlimmsten Böen und der Baum ist meist auch noch auf der falschen Seite. Und so konnte man hier an diesem Tag den einen oder anderen eleganten Abgang und eine vermehrte Ausführung des verpönten Kuhwendemanövers beobachten. Richtig passiert ist aber niemandem was, es gibt auch hübsche Fotos dazu auf einem Link der UYCNs Webseite.
Wettfahrt zwei verlief ziemlich ähnlich, nur diesmal traf das Kenterpech vor allem Tom Thaller. Gerhard Weinreich landete einen Start-Ziel Sieg, gefolgt vom etwas vorsichtiger agierenden Autor und Thomas Müller-Uri auf Platz drei.
Der Wind wurde zunehmend stärker, es gab jetzt Sturmwarnung und keine dritte Wettfahrt mehr. Die verbliebenen Boote wurden in den Hafen geschickt, Siegerehrung schon um 14:00 und eine baldige Heimreise ist ja auch mal ganz nett.
Gratulation an Thomas Müller-Uri, der als Lokalmatador mit einem gewissen Trainingsvorsprung bei diesen Bedingungen die kurze aber aufregende Serie gewinnen konnte. Platz zwei Gerhard Weinreich vor dem Autor, dann folgen mit Sigmund Kantor und Tamas Varga zwei ungarische Segelfreunde. Interessant auch die fünf zehnten Plätze, die keine Tie-Break Regel auflösen kann. Somit alle Finnsegler Top Ten!

Markus Schneeberger, AUT 73

Bericht Kurt Czajka - Memorial

Kurt Czajka - Memorial - Finnclass Austria Saisonabschluss
Goldener Oktober – bei der Abreise aus dem Salzkammergut – Ankunft in Wien - ein richtig schöner Herbsttag mit Nebel und frischen Temperaturen, aber es wehte bereits Wind aus südöstlichen Richtungen. Man sollte also keine Zeit verlieren um das Boot abzuladen, da nicht nur die angereisten Finnisten mit ihren Booten ins Wasser wollten, sondern auch die frisch angelieferten Karpfen, Zander und Hechte. Bereits in dieser Phase kümmerten sich in liebenswerter Weise die KollegInnen aus dem Wiener Yachtclub um uns. Wir wurden samt unseren Finns geslippt – ein wahrer Stapellauf – mit viel Schwung ging es ab in die Alte Donau – ACHTUNG – die Lenzer sollte man unbedingt geschlossen haben! Während wir zur Steganlage „schwanzelten“ bekamen die Slipwagerl Füße und waren bereit bei Ankunft am Steg vor Ort.

Pünktlich um 12.00 dann die Begrüßung mit Kaffee, Kuchen
und oder Bier und Leberstreichwurstbrote. Ein bisschen gab die Wettfahrtleitung dem Wind noch Zeit sich auf die richtige Richtung aus SO einzupendeln und uns Teilnehmern die Möglichkeit sich ausreichend zu laben – es könnte ja an langer Tag werden – da unser Präsident auf Grund der Windvorhersage für den Sonntag die Wettfahrtleitung ermutigte eventuell auch 4 Wettfahrten zu segeln.

Um ca. 13.00 wurde dann ausgelaufen und der erste Start , bedingt durch einen starken Dreher nach rechts, zu einem allgemeinen Rückruf führte. Mittlerer Weile war die Sonne gekommen und nach einer kleinen Korrektur der Startlinie und dem Rückdrehen des Windes stand dem 1. Start nichts mehr im Wege. Meinerseits eine Katastrophe – zu spät angezogen - zu spät am Ufer – Abwinde, Abwinde – bei der Luvtonne im letzten Drittel des Feldes. Das positive – noch war das Feld Boot an Boot gereiht. Auf der Vorwind in der Mitte nach Lee und dann Innenposition – ein paar Plätze gut gemacht. Eine gute zweite Kreuz und 7. bei der Luvtonne. Auf der Zielkreuz noch zwei abgestaubt und Rang 5 im Ziel. Voll motiviert fuhr ich zum Start mit dem Vorsatz diesmal den Start nicht zu verpatzen. Dies gelang auch – allerdings drehte der Wind genau beim Start wieder nach rechts und ich war in Lee ziemlich bedient. Hoffend auf die zweite Kreuz gings bergab. Auf der Kreuz dieselben Wege nehmend, fand ich mich wieder auf Platz 5. Auf der Zielkreuz das Duell mit Emanuel verloren und somit Platz 6.


Bei 3. Wettfahrt endlich ein sehr guter Start, völlig Abwindfrei und an der Luvtonne Zweiter gut nach Hinten abgesichert. Völlig relaxed fuhr ich wie gewohnt mittig der alten Donau nach Lee. Plötzlich wurde der Wind schwächer – beim Ufer begann es zu ziehen und beinahe das gesamte Feld zog an mir vorbei. Wer mich kennt kann sich meinen Gefühlszustand vorstellen – meine Gedanken behalte ich für mich, so wie ich es diesmal auch am Wasser tat. Schon öfter hier erlebt, segelte das Finnfeld aufgefädelt von Innen nach Außen in die ZONE. Hoffnung keimte auf – irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es Gerechtigkeit geben müsse auf dieser Welt - und ich wurde nicht enttäuscht. Es kam wie es kommen musste das Feld blieb regelrecht stecken, trieb um die Tonne nach Lee und das große Loch tat sich auf. Ideal vom Timing für mich und ich ging auf die Zielkreuz – ich duellierte mich wieder mit Emanuel, diesmal hatte ich die Nase vorn und einen 2. im Ziel. Eine Kluge Entscheidung der Wettfahrtleitung war uns in den Hafen zu schicken, da der Wind kurze Zeit später seine Aktivität beendete.


Am Abend gab es dann Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat Bier, Wein und Kuchen – das alles in familiärer Atmosphäre ! Willi, Bruno und ich machten Schlussdienst und sperrten den Wiener Yachtclub zu.

Am nächsten Morgen – Nebelschwaden und kein Wind – dafür wurden wir mit Kaffee und Kuchen bestens versorgt. Ich hoffte noch auf eine 4 Wettfahrt um die Chance zu wahren, unseren Mr. Präsident in der Rangliste hinter mir zu lassen. Es kam anders – keine Wettfahrt – keine Chance – dafür Platz 3 in der Endabrechnung. Sieger wurde mit einer sehr starken, konstanten Leistung Wolfgang Wegl, der sichtlich gerührt über seinen ersten Sieg in der Finnklasse, diesen seinem besten (unseren) Freund Velu widmete. Zweiter wurde Hartwig Gfreiner der Vorwindschrecken aller teilnehmenden Finnisten.

Ich möchte mich an dieser Stelle vor allem für die Gastfreundschaft unserer Wiener Kollegen bedanken, die es immer wieder verstehen uns zu verwöhnen, sei es beim Boote slippen oder kulinarisch. Sogar am Sonntag vor der Abreise gab es noch eine Stärkung in Form eines Schweinsbratens.

DANKE für dieses schöne Wochenende AUT 511


Bericht CZE Meisterschaft

Bericht Tschechische Meisterschaft 20.-22.09.2019, Nove Mlyny Pavlov (Hartwig Gfreiner AUT 8)

30 Teilnehmer aus CZE, SVK, AUT
7 Wettfahrten bei 3-4 Bft.
Kurzfassung:
JA … ich war schon wieder am Neuen Mühlsee.
Ja … die A5 ist jetzt von Wien bis zur Grenze (Drasenhofen) ausgebaut. Fahrzeit 1:20 von Wien
Ja … das Revier ist windmäßig mit dem Neusiedlersee zu vergleichen.
NEIN … ich bin nicht der drittplatzierte Österreicher, weil wir nur zu zweit waren. Ich schreibe den Bericht aus Überzeugung!
NEIN … ich verstehe noch immer nicht, warum die Österreichischen Finnsegler zahlmäßig nur in homöopathischen Dosen Regatten auf diesem Revier heimsuchen.

Die Details:
Bernd Moser und meine Wenigkeit fanden uns letztes Wochenende zur diesjährigen, Tschechischen Meisterschaft am nahem Nove Mlyny ein, dem Thayastausee in unmittelbarer Nähe zur Drasenhofen. Angesichts der fleißigen Besuche der Tschechen bei unseren Regatten ist es schade, dass so wenige von uns die Nähe genutzt haben. (Die gleichzeitig stattfindende Ungarische- und Schweizer Meisterschaft gilt nur unter Vorlage einer Teilnahmebestätigung als Ausrede!)
Der Freitag war beschaulich und ruhig, die Eindeutigkeit der Windsituation bescherte und entspanntes Sonnenbaden zu Lande. Dank des Hauptsponsor stand den Junggebliebenen unter uns eine PS-Ikone der mobilen Obdachlosigkeit in Form eines Ford Mustang Cabrio zur Probefahrt … schön, wenn einem das schüttere Haupthaar im Fahrtwind weht!
Abends gab es ausgelöste Schweineknie mit Beilage. Eine lokale Spezialität (so sprachen die Orthopäden).
Am Samstag kam der Mühlsee dann langsam in Fahrt und wir segelten 4 Proben bei ambitioniert-taktischen Anforderungen aus Süd/Südost. Angesichts der knappen „3plus“ Beaufort zückte der Fahrdienstleiter sogar den „Oscar“ und ich konnte stolz das beste Österreichische Wettfahrtsergebnis in dieser Serie heimrudern. Bernd verbesserte sich von Wettfahrt zu Wettfahrt, blieb jedoch unter seinen Erwartungen. Leider musste er abends die Zelte abbrechen und so verblieb ich alleine im Freundesland.
An der Spitze des Feldes trieben die beiden Teply-Brüder ihr Unwesens: Ondrej (Olympia Qualifikant im Finn und dekorierter Finn Silver Cup Gewinner 2018) und Viktor (Laser Olympionike 2012) wussten die unrhythmisch drehenden Winde am besten zu nutzen und entschwanden nach der ersten Runde zumeist am Horizont. Der auch in Österreich bekannte Tschechische Finnhäuptling Rudolf Lidarik (CZE 3) und die beiden zuletzt am Traunsee dominierend-segelnden Cintl Vaclav (CZE 70) sowie Gebhart Zdenek (CZE 4) blieben zwar im Ergebnis einstellig, kassierten aber ihre ersten Streichresultate.
Selbst das Finn-Urgestein und Schlausegler Jiri Outrata (CZE 8) hatte zu kämpfen und blieb im Kielwasser der Österreichischen Flotte.
Zur Versöhnung wurden wir Abends am Strandbuffet mit Bier, Sturm und Grillgut reichlich versorgt.
Der Sonntag begann mit auffrischender Brise aus Südost und bereits beim Einsegeln war klar, dass die 12 Knoten den konstanten Basiswert für drei abschließende Wettfahrten liefern würden.
An der Spitze des Feldes änderte sich wenig, einzig Viktor vermasselte den letzten Start und zementierte somit seine Silbermedaille ein. Im Mittelfeld hatte der immer noch tückische Südost ein paar Überraschungen parat und ich konnte zumindest einen Lichtblick in der Nähe der Feldmitte ersegeln. Gebhart Zdenek (CZE 4) versaute sich den Start zur ersten Wettfahrt und konnte das Debakel bis ins Ziel nicht korrigieren. Rudolf Lidarik (CZE 3) versuchte hingegen in der zweiten Wettfahrt eine Anschlag-rechts Taktik und verspielte endgültig den Platz an der Sonne während Jiri Outrata (CZE 8) einen Bojenkuss übersah und eine Disqualifikation hinnehmen musste. Dank der schnellen Luft durfte die Flagge „Oscar“ den ganzen Tag ´raus und es zeigte sich erneut, dass Finn-Dinghy-Segeln eine Cross-Country Disziplin geworden ist: Schnell bergauf ist eben nur die halbe Miete – schnell bergab allerdings auch …
Endstand nach 7 Wettfahrten:
Teplý Ondřej
Teplý Viktor
Hýža Jiří
17.Gfreiner Hartwig
24. Moser Bernd
Das Gesamtergebnis findet sich unter https://www.sailing.cz/vysledky/192156
Den Nove Mlyny habe ich bereits in früheren Berichten gelobt, daher schließe ich mit dem kurzen Hinweis auf die überdurchschnittliche Segelbarkeit des Gewässers und der großen Gastfreundschaft unserer nördlichen Nachbarn.
I´ll be back!
Hartwig AUT 8

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(Gast) Bericht Weinlese 2019

Gastkommentar zur Weinlese Regatta 2019 beim UYC Neusiedl
Üblich ist, dass der drittplatzierte AUT Finnist den allfälligen Bericht zu einer absolvierten Regatta schreibt. Bevor ich mich in diesem Fall zu der Pflicht aufraffen konnte erreichte mich der Anruf von Martl Lehner mit der Frage, ob es mir recht wäre, wenn er den Bericht schreibt. Soviel Initiative soll man nicht bremsen und ich habe seinem Wunsch gern entsprochen.
Vorab allerdings noch 2 Anmerkungen von mir:
@MartL:
1.) Du darfst jederzeit bei uns Gast sein
2.) noch lieber wäre es uns, wenn Du Dein hölzernes Sportgerät wieder veräußerst und Dir vom Verkaufserlös ein modernes zukunftssicheres Finn Dinghy erwirbst und ständiger Teilnehmer bei uns wirst.
Bernd AUT6
…… zum Bericht:

WEINLESE 2019, UYCNs
oder
"Ein kurzer Gastbericht"

Für mich glückliche Zufälle führten dazu, dass ich heuer anstatt mit "Monika" (=Startschiff des UYCNs) mit "Erika" (=Fantastica von Moritz "Morli" Spitzauer) an der Weinlese Regatta mitmachen konnte.
Ich durfte wieder einmal Gast bei Euch in der FINN Klasse sein und war dementsprechend positiv gestimmt!
Aber erst Dank Angelika Stark und Ihrem Wettfahrtleitungsteam konnte ich heuer erstmals als Teilnehmer auf die Flaggen des Startschiffs schauen, anstatt sie so wie in den letzten Jahren selbst ziehen zu "dürfen".
19 FINNisti hatten sich angemeldet, ebenso viele sind auch dann gekommen. Meine eindringlichen Gebete an Aelus in der Woche zuvor wurden erhört und es waren umsteigerfreundliche, Neusiedlersee untypische moderate Windverhältnisse angekündigt... Entweder ist ja kein Wind, oder es ballert...
Aber davon noch später.

Wie üblich waren auch noch 4 weitere Klassen zu Gast im UYCNs und wie ebenfalls üblich waren diese zusammen grad mal so viele Boote, wie das FINN Teilnehmerfeld allein...
Quo vadis Segelsport in - gar nicht mehr so - felix Austria??? Da ist guter Rat wirklich teuer...
Und worin der Reiz am Regattasegelsport liegt, wenn Du als Dritter deiner Klasse die Ziellinie querst und damit zugleich Vorletzter bist wird sich mir nie erschließen...
Angelika und Ihr Team tat in dieser Situation wohl das Beste und schicke den kleinen Haufen an edelteuren Luxusrennern gemeinsam über die Linie... genug davon.

Samstag war's und die Dinge standen - nein nicht schlecht, sondern - gut!
Sonne mit Wolkengemisch und der, wie sich auch diesmal wieder herausstellen sollte, schwierige zu segelnde Nordwind wehte mit den vorhergesagten +/-10kn.
Nordwind in der Ecke von Neusiedl hat ein bisschen Ähnlichkeit mit einem West-/Brunnwind-Gemisch das auch nicht nur so fallweise am schönen Wolfgangsee zu Gange weht. Bist Du in der falschen Ecke gefangen, hast Du das Gefühl, dass Dich der "letzte" Schlag anstatt zur herbei gesehnten Luvtonne, wieder zurück zur Startlinie führt...
Kurz gesagt: Es ergaben sich sehr viele Möglichkeiten sehr viel fasch zu machen.
Oder, wie ein wirklich weiser Segler einmal zu mir sagte: Heute geht's nicht um brillieren, sondern um nicht blamieren...
Unser tschechischer FINN Freund Matous Cervenka musste dies gleich in der ersten Wettfahrt am eigenen Leib, wie ich annehme, nicht ganz schmerzfrei erfahren und segelte sich von einem sichern 1.Platz an der ersten Luv auf einen umkämpften 10.Platz im Ziel zurück...
Überhaupt gab's in dieser Wettfahrt viel zum "sich wundern". Thomas M-U mit der unerschütterlichen Heiterkeit seiner Natur gesegnet meinte dazu nachregattens, immer noch lächelnd: War ich links, ging's rechts. War ich rechts, ging's links... Hmmm...

Zweite Wettfahrt kam und - es war leicht zu übersehen - die Wolken wurden weniger und der Wind nordwestlicher. Der Kurs war - neusiedlerseetypisch, weil krottenflach - rasch umgelegt und schon ging's wieder darum "möglichst schnell im Kreis zu fahren", wie es Niki Nationale einmal so trefflich beschrieben hat...
Eigentlich war die Windrichtung jetzt normaler, aber was war schon normal nach den Erfahrungen der ersten Wettfahrt???
Matous zeigte sich unbeeindruckt von den Missgeschicken der 1.Wettfahrt und ließ einen weiteren Einser folgen, nur diesmal ohne Null hinten dran. Chapeau!
Mini Weinreich, solid wie immer hielt mit einem 2.Platz den Kontakt zur Spitze, Hartwig flog alle Vorwindkurse nur so Richtung Leetonne, war gut für einen 4.

Dritte Wettfahrt kam und Ihr ahnt es schon, der Wind orientierte sich wieder um... War es eine der Tageszeit geschuldete Windentwicklung, gab es eine thermische Anomalie? Was es war blieb verborgen, jedoch orientierte sich der Wind wieder mehr nördlich...
Ich verzeichnete derweilen beim 1. upwind einen Anfängerfehler schlechthin, fierte die Großschot in der Wende nicht ausreichend, blieb mit Schwimmweste am Baum hängen und versenkte Boot und mich im Schlamm des Neusiedlersees... Letzter Platz an der 1.Luv - auch hmmm...
Seglerisch interessant war dann noch die zweite Kreuz, da sich das - eher gesamt - Feld in der linken Hälfte des Segelparcours befand, als der Wind wieder "kräftig" von NW auf N, also nach rechts kippte und wir alle irgendwie am falschen Bug Richtung Luvtonne kämpfen mussten...
Das war's dann für Samstag - drei Wettfahrten waren im Sack, Ergebnisse im internet...
Vom Abendprogramm hab ich nix mitbekommen, da ich vom Vorwind-Schnürl-ziehen erschöpft und fertig war... Na ja, FINN fit is anders...

Sonntag kam und mit ihm ein leichter Südostwind und mit großen Erwartungen ob der bevorstehenden Entscheidung liefen wir aus...
Aber es kam nix mehr..
Wir versuchten zwar was, etwas was eine Wettfahrt sein sollte, aber das war auch nix - Und das war's dann aber auch schon gewesen.

Es bleibt ein schöner und schwieriger Segeltag-Samstag und die Hoffnung, dass bald viele weitere schöne folgen mögen,
vielleicht schon 2020 im Rahmen einer FINN ÖSTM im UYCNs...
Euer martL
Screen Shot 2019-09-17 at 09.10.17


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