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Bericht CZE Meisterschaft

Bericht Tschechische Meisterschaft 20.-22.09.2019, Nove Mlyny Pavlov (Hartwig Gfreiner AUT 8)

30 Teilnehmer aus CZE, SVK, AUT
7 Wettfahrten bei 3-4 Bft.
Kurzfassung:
JA … ich war schon wieder am Neuen Mühlsee.
Ja … die A5 ist jetzt von Wien bis zur Grenze (Drasenhofen) ausgebaut. Fahrzeit 1:20 von Wien
Ja … das Revier ist windmäßig mit dem Neusiedlersee zu vergleichen.
NEIN … ich bin nicht der drittplatzierte Österreicher, weil wir nur zu zweit waren. Ich schreibe den Bericht aus Überzeugung!
NEIN … ich verstehe noch immer nicht, warum die Österreichischen Finnsegler zahlmäßig nur in homöopathischen Dosen Regatten auf diesem Revier heimsuchen.

Die Details:
Bernd Moser und meine Wenigkeit fanden uns letztes Wochenende zur diesjährigen, Tschechischen Meisterschaft am nahem Nove Mlyny ein, dem Thayastausee in unmittelbarer Nähe zur Drasenhofen. Angesichts der fleißigen Besuche der Tschechen bei unseren Regatten ist es schade, dass so wenige von uns die Nähe genutzt haben. (Die gleichzeitig stattfindende Ungarische- und Schweizer Meisterschaft gilt nur unter Vorlage einer Teilnahmebestätigung als Ausrede!)
Der Freitag war beschaulich und ruhig, die Eindeutigkeit der Windsituation bescherte und entspanntes Sonnenbaden zu Lande. Dank des Hauptsponsor stand den Junggebliebenen unter uns eine PS-Ikone der mobilen Obdachlosigkeit in Form eines Ford Mustang Cabrio zur Probefahrt … schön, wenn einem das schüttere Haupthaar im Fahrtwind weht!
Abends gab es ausgelöste Schweineknie mit Beilage. Eine lokale Spezialität (so sprachen die Orthopäden).
Am Samstag kam der Mühlsee dann langsam in Fahrt und wir segelten 4 Proben bei ambitioniert-taktischen Anforderungen aus Süd/Südost. Angesichts der knappen „3plus“ Beaufort zückte der Fahrdienstleiter sogar den „Oscar“ und ich konnte stolz das beste Österreichische Wettfahrtsergebnis in dieser Serie heimrudern. Bernd verbesserte sich von Wettfahrt zu Wettfahrt, blieb jedoch unter seinen Erwartungen. Leider musste er abends die Zelte abbrechen und so verblieb ich alleine im Freundesland.
An der Spitze des Feldes trieben die beiden Teply-Brüder ihr Unwesens: Ondrej (Olympia Qualifikant im Finn und dekorierter Finn Silver Cup Gewinner 2018) und Viktor (Laser Olympionike 2012) wussten die unrhythmisch drehenden Winde am besten zu nutzen und entschwanden nach der ersten Runde zumeist am Horizont. Der auch in Österreich bekannte Tschechische Finnhäuptling Rudolf Lidarik (CZE 3) und die beiden zuletzt am Traunsee dominierend-segelnden Cintl Vaclav (CZE 70) sowie Gebhart Zdenek (CZE 4) blieben zwar im Ergebnis einstellig, kassierten aber ihre ersten Streichresultate.
Selbst das Finn-Urgestein und Schlausegler Jiri Outrata (CZE 8) hatte zu kämpfen und blieb im Kielwasser der Österreichischen Flotte.
Zur Versöhnung wurden wir Abends am Strandbuffet mit Bier, Sturm und Grillgut reichlich versorgt.
Der Sonntag begann mit auffrischender Brise aus Südost und bereits beim Einsegeln war klar, dass die 12 Knoten den konstanten Basiswert für drei abschließende Wettfahrten liefern würden.
An der Spitze des Feldes änderte sich wenig, einzig Viktor vermasselte den letzten Start und zementierte somit seine Silbermedaille ein. Im Mittelfeld hatte der immer noch tückische Südost ein paar Überraschungen parat und ich konnte zumindest einen Lichtblick in der Nähe der Feldmitte ersegeln. Gebhart Zdenek (CZE 4) versaute sich den Start zur ersten Wettfahrt und konnte das Debakel bis ins Ziel nicht korrigieren. Rudolf Lidarik (CZE 3) versuchte hingegen in der zweiten Wettfahrt eine Anschlag-rechts Taktik und verspielte endgültig den Platz an der Sonne während Jiri Outrata (CZE 8) einen Bojenkuss übersah und eine Disqualifikation hinnehmen musste. Dank der schnellen Luft durfte die Flagge „Oscar“ den ganzen Tag ´raus und es zeigte sich erneut, dass Finn-Dinghy-Segeln eine Cross-Country Disziplin geworden ist: Schnell bergauf ist eben nur die halbe Miete – schnell bergab allerdings auch …
Endstand nach 7 Wettfahrten:
Teplý Ondřej
Teplý Viktor
Hýža Jiří
17.Gfreiner Hartwig
24. Moser Bernd
Das Gesamtergebnis findet sich unter https://www.sailing.cz/vysledky/192156
Den Nove Mlyny habe ich bereits in früheren Berichten gelobt, daher schließe ich mit dem kurzen Hinweis auf die überdurchschnittliche Segelbarkeit des Gewässers und der großen Gastfreundschaft unserer nördlichen Nachbarn.
I´ll be back!
Hartwig AUT 8

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