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Austrian Finn Class - News Blog

Bericht Finn World Master 2018 - El Balis

FINN Masters El Balis
Mit 352 zahlenden Gästen war die heurige Finn Master WM in El Balis (30km nördlich Barcelona) neuerlich sehr stark besetzt. Die Veranstaltung war hervorragend organisiert und der Empfang wirklich freundlich.
Nur der Wind ließ auf sich warten. Von den 5 geplanten Segeltagen konnte nur am Tag 3 bei einem leichten Seebriserl und am Tag 5 bei mittlerem NO-Wind und munteren Wellen gesegelt werden. So standen dann am Ende nur 5 Wettfahrten zu Buche – ein bisserl wenig für die lange Zeit des Wartens und die vielen gefahrenen Autobahnkilometer.
Wir waren mit Tina Sperl, Bernd Moser, Gerhard Weinreich, Bernd Rohlfs, Gerald Raschke, Thomas Müller Uri, Gotthard Lipfert, Erich Scherzer und dem Schreiberling repräsentativ vertreten.
Alle reingehauen hat der Altmeister Jose Luis Doreste (ESP). Als ehemaliger Starboot- und Finn-Weltmeister sowie Finn-Olympiasieger (Seoul 1988) aber keine wirkliche Überraschung, Die war eher der Zweite, Antonio Poncell aus Chile. Auch der Dritte Giacomo Giovanelli (ITA) war schon einmal - in Kavala 2015- am Stockerl. Dahinter folgt ein Kunterbunt, das auch von einem gewissen Favoritensterben geprägt war.
Aus österreichischer Sicht sind Bernd Moser (Platz 38), der durch einen konstanten ersten Tag überzeugen konnte und Gerhard Weinreich (Platz 80) als Top-Hunderter sowie Tina Sperl als einzige teilnehmende Dame erwähnenswert.

Highlights:

  • Champagne Sailing am letzten Tag
  • Top professionelle Organisation
  • Tapas
finstere Momente:

  • Waaaraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarten auf Wind
  • Es wurde gerne geklaut


Michael Gubi, AUT 7

Die Gesamtergebnis Liste findet man hier:
http://sailing.org.es/ao/results/fwm2018/rWhite_5.html?k5
Wer Fotos schauen will kann sich hier beschäftigen: https://www.flickr.com/photos/finnclassphotos/




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Bericht Mohilla Pokal - Mondsee

Bericht Peter Mohilla Cup – UYC Mondsee
 
Am 5. Mai trafen sich immerhin 18 wackere Finnisten aus Italien, Deutschland und Österreich in der Nähe von Schwarzindien, um sich um den Mohilla Pokal zu rittern.
Die berüchtigten Gewässer um das Kap Hoorn meinten es diesmal gut mit den Seglern und liess sie bei milden Winden ihren Sport ausüben..

Es kamen alle vier Wettfahrten zustande und das mit tendenziell akzeptablen meterologisch-thermischen Irritationen.

Am Samstag wurde der Kurs von den wackeren Veranstaltern in die Mitte des Sees gelegt und in östliche Richtung drei knappe „Heitzerl“ gefahren, bei 6-9 Knoten.
Die ersten Plätze holten sich Gerhard Schwendt, Francesco Faggiani und Markus Schneeberger, jeweils knapp gefolgt vom Lokalmatador Michael Gubi.
Der ehrenwerte, extra vom Traunsee angereiste Wettfahrtleiter Hannes Kienesweger war beindruckt vom ambitionierten Starten und knappen Einlaufen des ganzen Feldes.

Am Sonntag wurde nach anfänglich vergeblichen Versuchen in Seemitte dann im Bereich Kreuzstein im finsteren Teil des Sees, wieder in östliche Richtung gestartet.
Die Thermik blies in der Oberburgau mit ca 6-9 Knoten. Die rechtsseitigen Starter Blaschke, Schwendt und Faggiani schlichen sich im Schatten der Wand zu Luvboje und waren nicht mehr einzuholen.
Bis 15 Meter vor dem Zielschiff! Dann beschloss der Wind seine abruptes Ende. Es wurde daher noch einmal knapp, aber Gerhard Schwendt trieb dann einen guten Meter vor Bernhard Klingler ins Ziel, während sich
Faggiani und Blaschke noch vor den bojenseitig angreifenden Gerhard Weinreich und Bertolucci Prutsch ins rettende Ziel begaben. Die lokalen Insider Markus Schneeberger und Michael Gubi waren auf der Kreuz seeseitig hängengeblieben
und griffen tief in den Punktetopf. Am Ende siegte Gerhard Schwendt einen Punkt vor Michael Gubi, unser lieber Gast Francesco Faggiani wurde punktegleich mit dem Autor Dritter.
Unser bayrischer Freund Martin Mitterer wurde als bester Deutscher Achter, vor sich fand er Gerhard Weinreich, Hannes Blaschke und Markus Schneeberger in der Ergebnisliste.
 
AUT 400




Mohilla

Olympische Zukunft der Finn Klasse

Liebe Finnisten,
die meisten unter euch haben sicher mitbekommen, dass es intensive Diskussion um die (olympische) Zukunft der Finn Klasse gibt. Anbei die offizielle Mitteilung der Finn Klasse. Für die weniger Anglophilen unter euch oder die, die nicht alles lesen wollen:
Finn Dinghy als "Heavyweight Men’s One Person Dinghy” ist NICHT mehr olympisch ab 2024.
Als Ersatz wird es nun einen sogenannten 'Mixed One-Person Dinghy Event' geben. Wie das genau aussieht ist noch unklar und wird erst im November entschieden. Es ist allerdings gut möglich, dass das Finn Dinghy als Equipment Teil diesen neuen Event Formats sein wird.
Wenn es noch mehr Neuigkeiten gibt halte ich euch auf dem laufenden.
LG, Bernd

Hier der
Link zur offiziellen Mitteilung der internationalen Finn Vereinigung

Bericht Palavska Regatta

Liebe Finnfreunde,
unglaublich, aber wahr: Der Neue Mühlsee ist seit heuer um mindestens 10 Minuten näher an Wien gerückt als im letzten Jahr. Das liegt jetzt weniger an der Verschiebung der böhmischen Kontinentalplatte, sondern am kolossalen Ausbau der A5 auf österreichischer Seite. Somit erreichte die kleine, heimische Finnpatrouille deutlich komfortabler das Segeleldorado hinter der Weinviertler Landesgrenze als in den Jahren zuvor.

Das verlängerte Wochenendes war dank der starken Südostströmung ebenso kurzweilig wie intensiv. Der Neue Mühlsee hatte sich entschlossen den 33(!) FinnistInnen den Winterschlaf nachhaltig aus den müden Knochen zu treiben und - abseits der Wasserfarbe - darf getrost von Champagnersegeln gesprochen werden.
Die auch in Ostösterreich beliebte Windrichtung bringt nicht nur Sonnenschein und Wärme, sondern auch arbeitsreiche Stunden am Wasser. Der Nove Mlyny baut Dank der Tiefe von ca 3,5m eine längere Welle auf als der Neusiedlersee und hat durch die Größe auch genug Angriffsfläche um ordentliche Rodelhügel anzubieten.

Das Programm:
Samstags gab es 3 Wettfahrten bei angenehmen 2-3 Bft und die österreichische Segeldelegation verteilte sich annähend ebenmässig über das Feld. Gerhard von Wein&Reich jagte artig das erste Drittel des Feldes, während der Schreiberling das halbe Finnfeld hinter sich zu halten versuchte (oder war es vor mir?) Unsere österreichische Nationaltina schliesslich zeigte dem hinteren Drittel, dass Eleganz und Leistung nicht im Widerspruch stehen und verwies die böhmische Damen-Nationalmannschaft in ihr hübsches Kielwasser!
Sonntags war dem kleine Wassermann im Mühlsee etwas fröhlicher zu Mute und er drehte die 3 - 4 Bft. lustig im Kreis. Für Gäste aus Wien sind Winddreher bis 30Grad zwar nichts Besonderes, jedoch spiegelt sich dies leider nicht in den Ergebnissen der 4 Wettfahrten wieder ... Am vorderen Ende des Starterfeldes dominierte hingegen Rudolf Laydarik mit einer konsequenten „Anschlag-Rechts“ Strategie und segelte zuweilen in respektablen Abstand vor dem Rest.
Die für Montag abflauend-prognostizierten Luftbewegungen wurden des Nächten diametral berichtigt und das verbliebene Feld hatte richtig Spass-mit-Nass. Die Grundströmung aus Südost war mit 3 - 4Bft. gut segelbar, längere Auflockerungen durch konsequente "5plus" konnten bei schlampiger Halse-planung durchaus letal (im nautischen Sinn) enden. Aus österreichischer Sicht war es ein guter Tag: Wir wissen jetzt, welche Trainingsdefizite es auszumerzen gilt! 
Die detaillierten Ergebnisse der insgesamt 9 Wettfahrten möge der geneigte Leser dem Internet entnehmen (
http://www.palavska.com/resources/custom/files/Palavska_regata_2018-vysledky.pdf)

Fazit:
Wie schon so oft geschrieben, ist diese 3-Tagesregatta eine seglerische Premiumveranstaltung vor den Toren Wiens und bietet dank der geografischen Lage Windsicherheit wie unser Steppensee.
Das Leistungsniveau der nördlichen Segelnachbarn ist, ebenso wie jenes des böhmischen Weinbaus, auf- bzw. über jenem der Alpenrepublik und das Finnfeld wächst von Jahr zu Jahr.
Der Club/Campingplatz bietet genug Platz für WoMos oder Doppelstock-Wurstbuden und die örtliche Kellergasse lädt ein alle seglerischen (Miss)Erfolge zu nivellieren (siehe Bild)

Thumbs up - keel down!
hARTwig (AUT8)

Pavlov